Arbeitsgruppen und Projekte
Gemäss Statuten (4.2.3) kann der FAN-Ausschuss Arbeitsgruppen einsetzen. In Arbeitsgruppen werden spezifische Themen vertieft bearbeitet. Die Arbeiten können unentgeltlich oder teilweise bezahlt erfolgen. Arbeitsgruppen setzen sich typischerweise aus Vertreterinnen und Vertretern des FAN-Ausschusses sowie weiteren Fachexpertinnen und Fachexperten zusammen. In Sitzungen und Workshops werden Produkte (u.a. Publikationen) erarbeitet. Arbeitsgruppen können auch die Grundlagen für künftige Veranstaltungen erarbeiten.
Bei Tätigkeiten mit grösserem Umfang, die durch Dritte finanziert oder mitfinanziert werden, erfolgt die Umsetzung in Form von eigenständigen Projekten. Diese werden mit entsprechender Projektstruktur und -organisation lanciert und durchgeführt.
Aktuelle Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe Gefahrenbeurteilung Wildbäche
Die FAN gründete 2021 eine Arbeitsgruppe aus 15 Experten, um die Qualität von Wildbachbeurteilungen zu verbessern, wobei Lücken analysiert, Ziele definiert und Massnahmenempfehlungen erarbeitet wurden. Die Ergebnisse wurden in einem Schlussbericht veröffentlicht und im ersten Halbjahr 2024 in zwei Workshops mit Experten und Entscheidungsträgern diskutiert. Nach Abschluss dieser Arbeiten hat die Arbeitsgruppe weitere Tätigkeiten aufgenommen.
Ehemalige Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe Ufererosion
FAN und KOHS haben gemeinsam eine Empfehlung zur Beurteilung der Ufererosionsgefahr an Fliessgewässern erarbeitet, die ein strukturiertes Vorgehen mit den Schritten Grundszenarien, Schwachstellenanalyse und Wirkungsanalyse beschreibt. Dabei werden Gefährdungsbilder identifiziert, Belastungsgrössen und Erosionswiderstände bestimmt sowie bei festgestellter Erosionsgefahr Ausmass und räumliche Auftretenswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Empfehlung ist auf Deutsch und Französisch auf den Websites der FAN und des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes (hydrosuisse) verfügbar.
Dokumente
Aktuelle Projekte
Erarbeitung von Grundlagen Klima und Naturgefahren
Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) erarbeiten die Fachleute Naturgefahren (FAN) Grundlagen und möglichen Praxisansätzen zur Berücksichtigung des Klimawandels in der Gefahrenbeurteilung von gravitativen Naturgefahren. Nach dem FAN-Forum 2026 zum Thema „Berücksichtigung des Klimawandels in der Beurteilung von gravitativen Naturgefahrenprozessen – Kenntnisstand und Lösungsansätze“ beschäftigt sich auch der FAN-Herbstkurs 2026 (HK26) mit dem Thema Klimawandel und gravitativen Naturgefahren. Der HK26 kann daher als Plattform für den Austausch und die Diskussion von Herausforderungen sowie möglicher Lösungsansätze genutzt werden.
Ehemalige Projekte
PROTECTpraxis
Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) haben die Fachleute Naturgefahren (FAN) die Methodik PROTECT überarbeitet und daraus eine praxistaugliche Anwendung für die Beurteilung der Wirkung von baulichen, biologischen und organisatorischen Schutzmassnahmen entwickelt. Mehr dazu hier.
Dokumente
- Praxishilfe „PROTECTpraxis“ als .zip-Datei
- einzelnen Teile unter Publikationen > weitere Publikationen als PDF-Dateien